Fußbodenleiste zuschneiden und anbringen
Das Zuschneiden und Anbringen von Fußbodenleisten ist gar nicht so einfach, wie man auf den ersten...
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Ob in den eigenen vier Wänden oder im Büro – das Zuschneiden und Anbringen von Fußbodenleisten ist gar nicht so einfach, wie man auf den ersten Blick meint. Ein wenig handwerkliches Geschick, das richtige Werkzeug und ein gutes Auge fürs Detail sind hier wichtig. Nur so sehen die Fußleisten am Ende wirklich sauber und ordentlich aus und bieten einen gelungenen Übergang vom Boden zur Wand.
Trotz der Herausforderung, die Fußleisten mit sich bringen können, entscheiden sich immer mehr Menschen dafür, diese selbst anzubringen. Unabhängig davon, ob Sie als Privatperson einen Handwerker suchen oder als Unternehmer über einen B2B-Marktplatz nach dem passenden Partner für Ihr Projekt Ausschau halten. Die Auftragsbücher der meisten Handwerksbetriebe sind gut gefüllt. Das sorgt für lange Wartezeiten und hohe Preise für die Kunden.
Das dürften zwei der Gründe dafür sein, dass sowohl Kleinunternehmer in ihren Büroräumen als auch Privatpersonen immer häufiger DIY-Projekte starten, wenn es um einfache Renovierungsarbeiten wie das Anbringen von Fußbodenleisten geht. Wir zeigen Ihnen hier, worauf Sie bei der Auswahl der Leisten achten sollten und wie Sie diese Schritt für Schritt anbringen können.
Farbe und Material sind die beiden wichtigsten Faktoren bei der Auswahl der passenden Fußbodenleisten. Die Farbe sollte sowohl zu den Tapeten als auch zum Fußboden passen. Da die Leisten den Fußboden abrunden sollen, eignen sich überwiegend Farben, die besonders mit denen Ihres Bodenbelags harmonieren.
Beim Material spielen der persönliche Geschmack und der Preis natürlich eine große Rolle. Bei einem Fliesenboden sollten Sie Ihren Fliesenleger zurate ziehen – oft eignen sich hier Fußbodenleisten aus Fliesen besonders gut. Haben Sie einen Parkett- oder Laminatboden, sind Leisten aus Holz die beste Wahl. Holzleisten bieten zusätzlich den Vorteil, dass sie ein gesundes Raumklima unterstützen. Eine Alternative sind MDF- oder Kunststoffleisten. Sie passen am besten zu PVC- und Teppichböden.
Neben den Fußbodenleisten benötigen Sie das passende Werkzeug für die Arbeit. Das wären:
Wenn Sie mit Leisten aus Holz arbeiten, eignet sich eine Kappsäge oder eine Tischkreissäge am besten. Eine Kappsäge ist oft die günstigere Variante. Vergleichen Sie vor dem Kauf einer Kappsäge unbedingt verschiedene Produkte miteinander. Der Markt ist groß und die Modelle unterscheiden sich in ihren Stärken, Schwächen und im Preis teilweise erheblich.
Auch eine Stichsäge kann hier genutzt werden. Die Stichsäge ist die beste Wahl für dünnere Leisten aus Kunststoff. Achten Sie darauf, dass Sie das zu dem jeweiligen Werkstoff passende Sägeblatt verwenden.
Messen Sie aus, wie lang die einzelnen Leisten sein sollen. Planen Sie an Türen gerade Kanten ein und messen Sie mit einem Winkelmesser die konkreten Winkel in den Ecken Ihrer Räume aus. Vor allem in Altbauten sind die Winkel nur selten exakte 90 Grad.
Beim Sägen sollten Sie stets die Sicherheit im Auge behalten. Tragen Sie am besten schnittfeste Handschuhe, eine Schutzbrille und Arbeitssicherheitsschuhe. So sind Sie gut geschützt, falls mit der Säge einmal ein sicherheitsrelevanter Unfall geschieht.
Zeichnen Sie auf den Leisten genau ein, wo Sie die jeweiligen Schnitte setzen möchten. Für die Ecken müssen Sie die Leisten auf Gehrung schneiden, damit diese sich in der Ecke genau treffen und keine großen Lücken entstehen. Die Schnittkanten behandeln Sie anschließend kurz mit dem Schleifpapier, um sie komplett zu begradigen.
Sie können die Leisten an die Wand nageln oder sie mit einem entsprechenden Kleber ankleben. Wenn Sie die Leisten später einmal wieder ohne Schäden abnehmen möchten, gibt es Wandklipps, auf die Sie die Leisten klippen können. Dazu schrauben Sie die Clips mit jeweils zwei Schrauben in die Wand und schieben die Leiste einfach auf die Clips, bis sie einrastet.
Beim Anbringen ist Genauigkeit bei der Arbeit ebenso wichtig wie beim Schneiden. Nur wenn Sie die Leisten absolut gerade anlegen und vor allem in den Ecken genau aufeinander abstimmen, sehen sie am Ende auch richtig gut aus.
Je genauer Sie beim Zuschneiden und beim Anbringen gearbeitet haben, desto weniger Nacharbeiten haben Sie am Ende. Denn exakte Zuschnitte verringern Lücken zwischen den Leisten. Sowohl solche Lücken zwischen den Leisten als auch größere Abstände zwischen Leiste und Wand sollten Sie mit Silikon oder Acryl schließen.
Besonders in Altbauten sind die Wände oft krumm und schief. Da lassen sich Lücken zwischen Wand und Fußbodenleiste nicht vermeiden. Acryl in der Farbe der Fußbodenleiste lässt solche Löcher und Lücken schnell verschwinden.
Halten Sie bei der Arbeit mit Acryl oder Silikon unbedingt die vom Anbieter auf dem Produkt angegebenen Zeiten zum Trocknen ein. Erst wenn der Stoff vollkommen durchgetrocknet und ausgehärtet ist, dürfen Sie die Bereiche auch feucht reinigen.
Das Komplizierteste an der Arbeit mit Fußleisten ist meist der genaue Zuschnitt und die exakte Winkelmessung. Gerade in den Ecken des Raumes kann es schon bei kleinen Fehlern schnell zu Lücken und Löchern zwischen den Leisten kommen.
arbeitet seit gut 30 Jahren als Wirtschafts- und Finanzjournalist, überdies seit rund zehn Jahren als Kommunikationsberater. Nach seinem Magister-Abschluss an der RWTH Aachen in den Fächern Germanistik, Anglistik und Politische Wissenschaft waren die ersten beruflichen Stationen Mitte der 1980er Jahre der Bund der Steuerzahler Nordrhein-Westfalen (Pressesprecher) sowie bis Mitte der 1990er Jahre einer der größten deutschen Finanzvertriebe (Kommunikationschef und Redenschreiber).
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