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Wie funktioniert die Kappsäge?


Wie funktioniert die Kappsäge?

Eine Kappsäge kommt beim Kappen oder Kürzen von Holz zur Anwendung.

Im Gegensatz zu Untertischkappsägen, die in der Industrie zum Einsatz kommen und durch ein kreisendes Messerblatt die Werkstücke von unten minimieren, nutzen Handwerker und Hobbyfreunde insbesondere Kappsägen mit einem von oben senkbaren Messerblatt.

Oftmals werden diese Kombigeräte (Zug-, Kapp- und Gehrungssägen) auf einem Tisch oder sonstigen Untergrund genutzt. Dadurch stehen zahlreiche Möglichkeiten zur Kombination bereit und die Geräte sind heutzutage in zahlreichen Bereichen unentbehrlich.

Auf dem Markt sind fast keine Kappsägen erhältlich, die keine Winkelverstellung besitzen. Die Möglichkeiten eines Einsatzes wird durch die Zugsägenfunktion erweitert. Bei einer kombinierten Zug-, Kapp- und Gehrungssäge stehen die Gehrungssägenfunktion, die Kappfunktion und die Zugsägenfunktion zur Verfügung.

1. Aufbau der Kappsäge


Aufbau der Kappsäge

2. Das Kappen


Das Werkstück können Sie mit einem Kreissägeblatt kürzen, wenn Sie es von oben senkrecht auf das Werkstück absenken. Fast alle Modelle verfügen über Skalen für die präzise Einstellung der Länge am Parallelanschlag und Sie können ebenfalls einen Stoppblock anfügen. Damit besteht die Gewährleistung für das Ablängen von immer gleichen Stücken.

3. Die Funktion der Gehrungssäge


Durch das Kippen des Sägeblattes sind auch Winkel in der Schnittebene realisierbar. Sie können notwendige Gehrungsschnitte bei hochwertigen Geräten mit einer beidseitigen Richtungsneigung von -45 bis +45 Grad verwirklichen. Die Option zu Hinterschnitten bieten sehr gute Maschinen bei einem einstellbaren Winkel von bis zu -48 und +48 Grad.

4. Die Funktionalität der Zugsägen


Durch den Durchmesser des Kreissägeblattes wird die höchstmögliche Schnittbreite bei einer reinen Kapp- und Gehrungssäge signifikant eingegrenzt. Für den Zuschnitt von breiter Paneele, Parkett oder Laminat besitzen zahlreiche Kapp- und Gehrungssägen eine additionale Zugfunktion. Über eine oder mehrere Schienen können Sie das Sägeblatt an sich heranziehen.

5. Das Sägeblatt


Bei allen Kappsägen ist das eingesetzte Sägeblatt ein wichtiger Bestandteil. Der Erfolg Ihrer Arbeit wird durch die Selektion des richtigen Kreissägeblattes bestimmt.

Diverse Kreissägeblätter eignen sich je nach Material und Einsatzgebiet. Sie können bereits Rückschlüsse auf die Kappsägenqualität durch das eingebaute Kreissägeblatt erhalten. Bei der Anwendung wird es das Resultat der erledigten Arbeiten beeinflussen und bei einem erforderlichen Neukauf können additionale Ausgaben auftreten.

Universelle Sägeblätter

Üblicherweise kommen Kreissägeblätter aus Hartmetall zum Einsatz. Sie sorgen für das zuverlässige Schneiden von unterschiedlichen Werkstoffen wie beispielsweise Aluminium, Hart- und Weichhölzer, Messing und Kunststoff.

Sägeblätter mit negativen Wechselzähnen

Ein selbstständiges Hereinziehen des Blattes wird durch ein Sägeblatt mit negativen Wechselzähnen ausgeschlossen. Diese Sägeblätter sind ausnahmslos nur für holzähnliche Materialien bestimmt.

Spezielle Dünnschnittsägeblätter

Um beim Schnitt die Verluste des Materials so gut wie möglich gering zu halten, sind besondere Sägeblätter für den Dünnschnitt erhältlich. Das Laufverhalten wird durch die minimierte Schnittfläche erleichtert. Eine höhere Lebensdauer wird durch die geringfügige Leistungsaufnahme versprochen.

Die Anzahl der Zähne beim Sägeblatt

Für ein perfektes Schnittresultat sind neben der Selektion des richtigen Durchmessers auch die Anzahl der Zähne von Bedeutung. Das Schnittbild wird sauberer durch die erhöhte Anzahl der Zähne und einem verlangsamten Schnitt. Grobe und flinke Längsschnitte erzeugen Sie mit nur 16 bis 24 Zähnen. Bei der richtigen Schnittgeschwindigkeit können Sie mit 36 bis 48 Zähnen saubere Querschnitte bilden. Mit der entsprechenden Geschwindigkeit beim Schnitt erzeugen Sie mit 60 bis 72 Zähnen Schnitte in sehr hartem Material.

6. Die Schutzhaube


Die Arretierung im geöffneten Zustand bietet eine Protektion gegen nicht beabsichtigte Verletzungen. Für ein freies Blickfeld auf das Material und den Schnitt werden Schutzhauben aus transparentem Kunststoff hergestellt.

7. Das Gelenk


Über das Gelenk wird das Sägeblatt auf- und abwärts gelenkt. Ein additionaler verstellbarer Winkel beim Gelenk sorgt für Gehrungsschnitte. Je nach Modell können Sie in beide Richtungen den Sägekopf über das Gelenk um bis zu 47 Grad kippen. Für eine Langlebigkeit ist eine robuste und leichtgängige Ausführung notwendig.

8. Der Sägetisch bzw. Drehteller


Der zentrale Punkt einer Kappsäge ist der Sägetisch. Durch die Drehung des Sägetisches sind in beide Richtungen waagerechte Winkelschnitte bis zu 45 Grad und bei Profigeräten bis zu 47 Grad möglich.

9. Der Griff


Der Griff sorgt für die Energie beim Senken des Sägekopfes und sollte gut zu erreichen sein. Für die Erleichterung des kompletten Schneidevorganges trägt eine ergonomische Haltung der Griffe bei.

10. Der Motor


Die Bündelung der Kräfte bei der Kappsäge stellt der Elektromotor dar. Je nach Modell beträgt die Leistungsaufnahme zwischen 1000 bis 2000 Watt. Durch die Arbeit an der Leistungsgrenze sind Maschinen mit weniger als 1000 Watt nicht empfehlenswert. Dies wird durch die Drehzahlverringerung verdeutlicht.

11. Der Sägekopf


Die Zusammenfassung des Sägekopfes beinhaltet Sägeblatt, Griff, Schutzhaube und den Motor. Durch die Anordnung des Sägekopfes sind diverse Neigungswinkel zu erzielen.

12. Der Standfuß


Der Standfuß dient zur Fixierung der kompletten Maschine. Für einen guten Stand ist eine sehr schwere und belastbare Ausführung notwendig. Der Drehteller ist auf dem Standfuß in beweglichem Zustand montiert.

Interessantes über die Kappsäge